17.09.2020

9. Todsünde im Golfunterricht – Schulterdrehung Forcieren

Thomas Zacharias ©

Immer wieder höre ich Golflehrer beteuern, wie wichtig die Drehung des Schultergürtels sei. Sie glauben im Ernst, von einem tüchtigen Drehen des Oberkörpers hingen gelungene Schläge ab. Das Gegenteil ist der Fall. Sie wissen nicht, dass die Drehung des Schultergürtels beim Könner gegen Ende des Abschwungs immer langsamer wird. Und das hat einen Grund und einen Zweck.
Die Drehung wird langsamer, weil das oben beschriebene Abspreizen der Arme von der Brust weg einer Kraft gehorcht, die (ebenso wie das Durchpeitschen des Schlägers) eine Rückwirkung hat. Sie übernimmt nämlich den Drehimpuls des Rumpfes und der Schultern und reduziert diesen dadurch. Also: Je mehr die Hände mit den Armen, aus den Schultern heraus, zum Ziel geschoben werden, desto mehr wird die Drehung des Schultergürtels als ganzer verlangsamt. Das ist der unvermeidbare Grund.
Der Zweck ist der, dass der Schultergürtel nicht vor dem Treffen des Balles über die Ansprechposition hinausdreht, die Brust sich nicht zu früh zum Ziel wendet, die rechte Schulter also nicht schon vor diesem Moment nach vorne drängeln kann. Das würde nämlich dazu führen, dass Hände und Schlägerkopf leicht nach außen gedrängt werden, so dass der Ball mit dem Socket (Schaft-Ende im Schlägerkopf) getroffen wird, und der Durchschwung von außen nach innen verläuft, was zum Pull bzw. Slice führt.

 


Je mehr man die Drehung des Schultergürtels forciert, desto schwerer wird es, den linken Arm von der Brust abzuspreizen. Da dies aber technisch erforderlich, ja unerlässlich ist, muss der Spieler sich dazu entschließen, die Schulterdrehung zugunsten dieses Abspreizens zurückzuhalten, bis der Ball getroffen wurde. Erst danach kann er der Wucht des Schwungs nachgeben und sich ins Finish ziehen lassen. Diese Zurückhaltung wird am sichersten durch die Kopfsteuerung besorgt. Und zwar genau in dem Momente, wo der Laie sich in der Schulterdrehung verausgabt und entsprechend den Kopf tüchtig in Richtung Ziel wendet, bleibt das Gesicht beim Könner nach unten gerichtet, womit die Schultergürteldrehung zurückgehalten und dadurch der Armschwung forciert wird.

Ebenso beteuern die Experten übrigens, wie wichtig es sei, die Gürtelschnalle zum Ziel zu wenden. Dies ist aber eine technische Finesse, die nun im normalen Golfunterricht überhaupt nichts zu suchen hat. Daran zu arbeiten ist für Laien nicht einfach Zeitverschwendung sondern der direkteste und sicherste Weg in die Hölle, denn es forciert die Drehung des Schultergürtels zu früh, solange man diese Verwringung um Rumpf nicht wirklich beherrscht.

 

8. Todsünde im Golfunterricht – Linke Schulter und rechter Oberarm passiv

Thomas Zacharias ©

Kaum ein Golflehrer macht sich die Mühe, die Aufgabe der linken Schulter zu durchschauen und entsprechend zu vermitteln. Dabei ist sie von alles entscheidender Bedeutung. Worum geht es?
Beim Ausholen legt jeder Golfer unbewusst den linken Arm vor die Brust. Er verkleinert („verkürzt“) also den Winkel zwischen Arm und Schultergürtel-Achse von ca. 60° auf ca. 25°. Das geschieht ganz automatisch, während der Schultergürtel als Ganzes zurückgedreht wird. 


Leider keinesfalls automatisch geschieht beim mittelbegabten Laien die Rückkehr zum Winkel, der beim Ansprechen herrschte und erst recht beim Treffen des Balles herrschen muss. Der Hobbyist dreht den Schultergürtel als Ganzes tüchtig zielwärts und über den Ball hinweg, vernachlässigt dabei aber die Aufgabe, auch den linken Arm wieder von der Brust weg abzuspreizen.


In eine professionelle Impaktstellung wie hier abgebildet kommt ein Hobbygolfer deshalb niemals, es sei denn er wird dazu angeleitet. Denn auch ein Profi gelangt dort nicht hin, wenn er nicht mit den linken äußeren Schultermuskeln (v.a. Delta) die Hände in Richtung Ziel zieht und nicht auch noch zusätzlich mit dem rechten hinteren Oberarmmuskel (Trizeps) die Hände in Richtung Ziel schiebt und mit dem Brustmuskel (Pectoralis) zieht.
(Diese Aufnahmen verdeutlichen auch sehr schön, dass das rechte Handgelenk niemals vor dem Treffen des Balles gestreckt wird. Selbst wenn linker Arm und Schlägerschaft beim Treffen des Balles eine Linie bilden, ist das rechte Handgelenk immer noch um mindestens 25° gebeugt!
Hierzu aber später noch Genaueres.)
 

Praktisch kein Golflehrer weiß um die Bedeutung dieser Vorgänge, (obwohl sie es alle so machen!) weil keiner ahnt, welche äußeren, gesetzmäßigen Kräfte während des Durchschwungs am Wirken sind. Es ist nämlich so, dass der hochschnelle Durchschwung des Schlägerkopfes um die Hände herum eine solche Wucht hat, dass es am anderen Ende, also am Griff, zu einer mysteriösen Gegenkraft kommt, die man Rückschlag nennt. Diese Kraft drückt die Hände und Arme in ihrem Durchschwung vom Ziel weg und auf ihrem Weg wieder zurück – dahin wo sie herkommen. Das Tempo der Hände wird also gebremst. Und zwar unweigerlich. Trotz noch so großer Anstrengungen. Und ohne diese Anstrengung bleiben die Hände stehen, und die vorangegangenen „Berechnungen“ unserer Motorik sind falsch, so dass der Ball nicht getroffen werden kann. Eine scheinbare Lösung dagegen wird nun praktiziert: Der Spieler gewöhnt sich an, den Ball nicht mehr dort anzupeilen, wo er liegt, sondern da, wo erfahrungsgemäß der Schlägerkopf entlangschießt. Und wenn man in dieses technische Notsystem korrigierend eingreift, Schlägt der Proband leider nur noch am Ball vorbei, wundert sich, ärgert sich und lehnt den Korrekturversuch als untauglich ab. In Wirklichkeit hat er selber sich durch falsches Üben zum untauglichen Objekt der Belehrung gemacht.

 


Die Bildserie hier zeigt, wie ein Doppelpendel ohne innere Kräfte sich im Durchschwung verhält: Während der untere Hebel (der Schläger) durchpeitscht, bleibt der obere Hebel deutlich stehen, bewegt sich sogar etwas gegen die Schwungrichtung. Das ist reine, unwiderlegbare Physik.

Auch der stärkste aller Golfer kann nicht verhindern, dass seine Hände langsamer werden, sobald er den Schläger mit dem Druck der rechten Hand beschleunigt. Er kann nur mit aller Kraft und Technik dagegenhalten, damit er so wenig wie möglich ausgebremst wird. Und das tut er von Kopf bis Fuß mit allen beteiligten Muskeln. Entscheidend ist aber, wie kräftig und entschlossen er eben mit linkem Delta und rechtem Trizeps und Pektoralis arbeitet. Wie groß also seine Schubkraft gegen den Rückschlag in Armen und Schultergelenken ist.

Je größer diese Schubkraft, desto weniger Tempo geht für den Durchschwung der Hände verloren, je schwächer und unentschlossener sie wirkt, desto langsamer werden die Hände. Und damit letztlich auch das Tempo des Schlägerkopfes. Sein Tempo hängt also nicht so sehr davon ab, wie schnell die Arme und Hände abschwingen, sondern wie schnell das Händegelenk sich kurz vor dem Ball streckt, und wie wenig Tempo dabei für Arme und Hände verloren geht.

Für die endgültige Schlagkraft ist aber noch ein anderes Parameter entscheidend. Auch hierzu weiter unten alles Wichtige.

 


Gelb ist die Wucht des Schlägerdurchschwungs. Rot ist die Rückschlagskraft der Schlägerwucht. Grün die Schubkraft des Spielers mit rechtem Arm und linker Schulter, natürlich unterstützt vom ganzen Körper.

So erst erklärt sich abschießend, dass die Profis ihre Arme langsamer schwingen als viele Amateure und trotzdem viel weiter schlagen:
Schnelle Streckung des Händegelenkes
plus wenig Tempoverlust für die Hände im Durchschwung. Da man diesen Tempoverlust als Laie nicht spürt, steht man vor zwei Rätseln. (Warum treffe ich den Ball falsch und warum fliegt er nicht so richtig weit?) Und die Könner reagieren auf den Rückschlag instinktiv mit tüchtigem Schieben, so dass auch sie nichts davon zu berichten wissen. Kein Wunder dass es nicht gelehrt wird, und die Schüler verzweifeln.

Dieses „Schieben“ der Hände Richtung Ziel erfolgt durch den Zug des linken Schultermuskels am linken Arm und bei manchem Könner zusätzlich durch den Schub des rechten Armes, der mithilfe des Trizeps‘ die Beugung im Ellbogen etwas verringert. Dabei bleibt der Winkel im rechten Handgelenk (roter Pfeil) lange erhalten. Diese Konterbewegung ist die einzig große Lernklippe: Alles schwingt in Richtung Ziel – nur der Schläger bleibt zurück, weil die rechte Hand in ihrer dorsalen Beugung zurückgehalten wird.

 


Dieses richtige Verhalten wird nun auch noch durch das Forcieren der Schultergürtel-Drehung vereitelt. 

Daher:

 

09.09.2020

Kalender Magie Holz 2021 von Nick Stolterfoht

Thomas Zacharias 

Mein langjähriger Mitstreiter und GO-IN Webseitenmacher Nick Stolterfoht hat einen Kalender für 2021 mit sehr schönen Fotografien von Schnittflächen von Baumstämmen ergänzt mit sinnlichen Haikus veröffentlicht. 

Link:

Kalender Magie Holz 2021 bei Calvendo

Magie Holz Blog 

 

 







7. Todsünde im Golfunterricht - Falsche Handarbeit

Thomas Zacharias ©

Als ich anfing, die Fachwelt darauf aufmerksam zu machen, dass die Hände der allermeisten Hobbygolfer völlig falsch arbeiten, wussten die meisten Experten überhaupt nicht, wovon ich redete. Sie dachten und belieben weiterhin zu meinen, dass die Hände nichts anderes zu tun bräuchten, als den Schläger richtig zu halten. Der Rest käme dann ganz automatisch. Genau das ist ja auch ihre persönliche Erfahrung, bei welcher das Bewusstsein davon fehlt, was ihre Hände spontan und eben unbewusst richtig machen.
Zum richtigen Halten gehört zweifellos der richtige Griff, also die Stellung der Hände am Schlägerschaft. Aber der möglichst geringe Druck, mit dem der Schläger angeblich anzupacken sei, ist eine Farce. Wenn man den Schläger hält, „als hätte man es mit einem lebendigen Kanarienvogel oder einer offenen Zahnpastatube zu tun“, dann würden sich die Handgelenke während des Schwungs ganz von alleine richtig verhalten – so das Credo in der Fachwelt. Tatsache aber ist das krasse Gegenteil! Auf diese Weise kann man einfach keine Kontrolle über Schlägerweg und Blattstellung gewinnen. Die Könner merken nicht, wie sie das mit den Händen machen. Und solange sie dafür blind also gefühllos sind, zur Selbstwahrnehmung unfähig, können sie keine Experten werden und dürften sie keinen Unterricht erteilen. Denn das Verhalten der Hände ist das wichtigste, gänzlich unerlässliche Requisit (lat.: Erfordernis) für einen jeden gelungenen Golfschlag.

Das ergibt sich schon aus der einfachen Logik, dass die Hände die Aufgabe haben, die Kräfte von Beinen, Rumpf, Schultern und Armen auf den Schläger zu übertragen. Und wenn die Hände dabei schlapp machen oder Fehler begehen, kann der Schlag nicht gelingen. Fehler der Hände können durch keine Korrektur am Verhalten von Beinen, Rumpf, Schultern und Armen kompensiert werden. Dies wird aber von durchweg allen Golflehrern und Schülern dieser Welt ständig, stur und unverdrossen versucht. Tatsache ist:
Der Körper kann viele Bewegungen im Rahmen des Richtigen frei gestalten – solange die Hände alles richtig machen, entstehen immer noch anständige Schläge. Wenn aber die Hände etwas falsch machen, dann ist alles was der Rest des Körpers macht nutzlos und auch noch fehlerbehaftet.
Und so basteln die meisten armen Amateure verzweifelt am Verhalten ihres Körpers herum und merken nicht, dass es die Hände sind, die ihre Aufgabe nicht beherrschen und so alle Bemühungen verderben.

Ja! Die Könner, die machen noch bessere Schläge, wenn sie ihre Körperarbeit (vor allem mit Beinen und Hüften) verbessern. Sie machen ja mit Schultern und Händen schon alles richtig. Aber deshalb dürfen sie doch diese Arbeit am Körper nicht ihren Schützlingen nahelegen oder gar abverlangen! Amateure müssen zuerst einmal ihre Hände schulen, ja erziehen. Denn diese ihre Hände sind zutiefst ungeschickt im Umgang mit Werkzeugen aller Art – erst recht mit einem langen Gerät wie dem Golfschläger. Und trotz ihrer Tollpatschigkeit sind diese Hände eigenmächtig, mutwillig, schlampig, störrisch, despotisch und am Anfang scheinbar unbelehrbar. Am Ende meist leider auch...
Um sie richtig zu belehren, muss man wissen, was richtig ist. Nämlich dass die Hände beim Könner gemeinsam ein Gelenk bilden, das Händegelenk. Und hier im Händegelenk setzen sie vor dem eigentlichen Schlagen einen Winkel zwischen linkem Arm und Schlägerschaft – mindestens 90°, höchstens 105. Die Hände holen also irgendwo und irgendwann mit dem Schläger aus, sie setzen einen Winkel, während sich der Körper (Beine, Hüften, Wirbelsäule, Schulterachse und Arme) aufdreht. Und dann, irgendwann, irgendwo im Abschwung wird dieser Winkel im Händegelenk wieder aufgelöst, wird das Gelenk wieder fast in die Streckung gebracht.

Während dieser Streckbewegung erreicht der Schlägerkopf irgendwo seine höchstmögliche Geschwindigkeit. Und beim Könner geschieht das natürlich genau dann wenn (und da, wo) der Schlägerkopf auf den Ball trifft. Vor diesem Moment ist der Schlägerkopf deutlich langsamer, und danach auch gleich wieder. Es kommt also alles darauf an, dass man diese Schwungphase ziemlich genau in Ballnähe erreicht.
Golflehrer machen sich keine Gedanken darüber, wie man das bewerkstelligt. Sie machen es einfach. Ja, sie können es gar nicht anders als richtig. Ihre Schüler aber können alles andere – nur nicht richtig! Und beide erkennen den Unterschied nicht, denn sie wissen nichts von Timing.
Sie wissen nicht, dass man die Drehung des Körpers und den Durchschwung der Arme unbedingt richtig mit dem Beugewinkel im Händegelenk koordinieren muss.

Diese zwei Bewegungen dauern nämlich nicht gleich lang und finden deshalb auch nicht gleichzeitig statt. Vielmehr dauert der Abschwung der Arme mehr als dreimal so lange wie die Streckbewegung des Händegelenks. Und folglich darf die Streckbewegung des Händegelenks (die nie zur vollen Streckung führen darf - der Schläger wird also nie durchgepeitscht!) unweigerlich erst im letzten Drittel des Abschwungs der Arme stattfinden. Folglich ist der Winkel im Händegelenk noch voll gesetzt (-90°), wenn der linke Arm schon um 45° nach rechts unten zeigt.

(Siehe unbedingt genau folgendes Foto eines wahren Könners!)

 


Dabei geht es nicht nur darum, dass man genau den Moment erwischt, wo der Schlägerkopf am schnellsten ist. Das ist nebensächlich. Es geht vielmehr darum, dass der Schlägerkopf nur so auf den richtigen Weg zum Ball findet. Also ist das Timing sowohl eine Frage des Tempos und der Länge, als auch des richtigen Weges zum Ball und der richtigen Stellung des Schlägers (Schaft und Blatt) beim Treffen des Balles.

 

Kurz: Normale Golfschüler geben die Beugung des Händegelenk durchweg viel zu früh auf. (Frauen vornehmlich im ersten Drittel, Männer im zweiten Drittel des Abschwungweges). Schlimmer: Sie versuchen Kraft und Tempo in den Schläger zu packen und dabei den Schlägerkopf möglichst genau zum Ball zu führen. Aber wenn man weit oben im Abschwung den Schläger zum Ball drücken will, dann drückt man ihn de facto zunächst nach oben und dann nach recht und nach vorne vom Körper weg (also zum Socket) und – weiter unten im Durchschwung – anstatt zum Ball leider in den Boden vor ihm („fett“). Und genau um diese ärgerlichen Fehltreffer zu verhindern, versuchen sie alles um den Bodenkontakt zu vermeiden. Deshalb also sind ihre Schläge schwach und kurz und krumm. Dünn oder fett, getoppt oder vergraben. Mit Spitze oder meist Ferse getroffen. Zu flach oder zu hoch und mit ausgeprägtem Rechtsdrall. Alles wegen eines einzigen Fehlers und all seiner falschen „Korrekturen“: Des frühen, „Falschen Schlagens“.

Vergleichen Sie das Bild in der Mitte dieser zwei Poster aus dem Jahre 1993, um zu erkennen: Der Könner hält den Winkel im Händegelenk noch bei ca. 90°, wenn sein linker Arm schon um 45° nach rechts unten zeigt, während die Laien hier alle schon fast die volle Streckung erreicht haben. Und dies trifft auf alle Spieler mit Hcp. schlechter als -20 zu - mindestens.

 


Ich werde nie vergessen, wie ich innerlich gejubelt habe, als ich beim Sichten der Videoaufnahmen diesen bereits vermuteten Unterschied bewiesen sah.

Anstatt nun diese Todsünde zu erkennen und die Ursachen zu bearbeiten, basteln die Golflehrer an allerlei sekundären Bewegungen oder am Griff herum. Die Folge: Das Chaos wird nur noch größer, die Kunden nur noch verzweifelter.
Das erinnert an den „grünen“ Wahnsinn „Biosprit“, welcher die Umwelt nur noch mehr belastet und zerstört, anstatt sie zu retten. Und ebenso wahnsinnig sind e-Autos. Allein die Umweltzerstörung für die Gewinnung der Rohstoffe für die Batterien werden bald größer als alles was die Benziner und Diesel bis heute angerichtet haben.

Wie das mit den Händen und dem Durchschwung im Genaueren funktioniert, betrachten wir in Teil 2 (Lernweg). Jedenfalls steht und fällt jeder Golfschlag mit der Ausführung der Handarbeit, denn kleinste Fehler der Hände verursachen ihrerseits einen Rattenschwanz an weiteren Fehlern. Den Begriff des „Richtigen Schlagens“ habe ich geprägt, um auf die allumfassende Bedeutung der richtigen Handarbeit aufmerksam zu machen.

Merke: Wenn die Hände sich falsch verhalten, entstehen Kräfte, die es dem Körper unmöglich machen, sich richtig zu verhalten. Das liegt am ehernen Gesetz „actio = reactio“. Es ist also völlig sinnlos, ja zerstörerisch, dem Körper Bewegungen abzuverlangen, die wegen der falschen Handarbeit physikalisch gar nicht möglich sind. Eben weil die Hände mit dem Schläger Kräfte generieren, die zurückwirken auf den Körper und in ihm Reaktionen hervorrufen, die dem einfachsten Golfschlag fatal zuwiderlaufen.  

Der Körper kann die richtigen Bewegungen erst ausführen und erlernen, wenn die Hände sich richtig verhalten. Deshalb ist jeder andere Lernweg Unfug.

24.08.2020

6. Todsünde im Golfunterricht – Falsche & zu viel Gewichtsverlagerung

Thomas Zacharias ©

Alle Golfexperte beteuern, dass das Verschieben des Körpergewichts während des Schlages (Ab- und Durchschwung) vom rechten auf den linken Fuß (beim Rechtshänder) technisch unerlässlich ist, und bewusst ausgeführt, also erlernt/gelehrt werden muss. Leider haben sie sich bei dieser Feststellung von Wissenschaftlern ins Bockshorn jagen lassen, weil diese die Druckmessungen unter den Füßen der Golfer biomechanisch falsch interpretiert haben. Das kommt dem Irrtum gleich, der entstand, als man den Eisengehalt von Spinat zehnmal höher als real bezifferte, weil aus Versehen das Komma um eine Stelle verrutscht war. Schlimmer! Die Bilder der gemessenen Bewegung widersprechen eindeutig der Interpretation der Messwerte und ihrer Kurven. Man hat also versäumt, diese Dokumente gegeneinander abzugleichen.

In Wahrheit tut der gute Golfer alles, um seine Körpermasse stillzuhalten und nur Drehbewegungen zu erzeugen. Ein sehr geringes Wandern des Körperschwerpunktes beim Ausholen ist zwar tolerabel und unvermeidbar aber nicht notwendig. Zwar erhöht sich beim Könner der Druck unter dem linken Fuß (beim Rechtshänder) zum Finish hin deutlich (und lässt der Druck unter dem rechten Fuß deutlich nach). Aber diese Veränderung zeigt keinesfalls an, dass die Körpermasse vom einem auf den anderen Fuß gewandert ist.
Im Gegenteil! Der erhöhte Druck entsteht eben gerade, weil der Spieler sich mit dem linken Bein dagegen stemmt, seine Körpermasse vom rechten Bein zum Ziel schieben zu lassen und von der Wucht des Schlägers in Richtung Ziel gezogen zu werden. Seine Absicht ist vielmehr, trotz großer Schlagwucht im Gleichgewicht zu verharren. Und dazu muss er seine Körpermasse gefühlt sogar vom Ziel weg bewegen. Durch dieses vom Ziel Wegstemmen entsteht der Druck unter dem linken Fuß – nicht durch das Wandern der Körpermasse in Richtung Ziel.

Warum, nun, ist es wichtig, dass man nicht mit dem Körper durch den Schwung „wandert“, sondern seine Körpermasse über der Mitte im Gleichgewicht hält? Es ist wichtig, ja entscheidend, gleich aus mehreren (mindestens 3) Gründen.

1. Aus geometrischen Gründen muss die linke Schulter sich genau über dem tiefsten Punkt des Durchschwungs befinden. Nicht rechts davon und schon gar nicht links davon. Der tiefste Punkt liegt aber immer, also bei jedem Schläger, mehr oder weniger weit rechts vor dem linken Fuß. Also muss auch die linke Schulter sich beim Treffen des Balles rechts vom linken Fuß befinden. Und wenn die linke Schulter sich über oder gar rechts vom linken Fuß befindet, dann trifft dies auf die Masse des Körpers und ihren Mittelpunkt (Körperschwerpunkt) ja erst recht zu. 

Hier drei Superspieler in der Impact-Haltung. Der Kopf befindet sich weit rechts hinter der Balllage, und Körper mittig zwischen den Füßen. Das Becken ist etwas nach links geschoben, der Rumpf etwas nach rechts gekippt.

 

Leider werden Golfschüler nur selten und wenn dann zu spät darüber aufgeklärt, dass der Schlägerkopf zuerst den Ball und dann erst den Boden treffen muss – außer bei Hölzern vom Tee. Wenn das dann mal erkannt worden ist, stellt sich immer heraus, dass dies dem Dilettanten (wegen falschem Verhalten der Hände) gar nicht anders möglich ist, als dadurch, dass er sich mit der Körpermasse in Richtung Ziel bewegt, bzw. sich mit dem Rumpf in Richtung Ziel lehnt, neigt. Dabei aber wandert eben die linke Schulter zum Ziel, also vor den tiefsten Punkt des Schlägerkopf-Weges. Und das hat fatale Folgen.

2. Erst im tiefsten Punkt des Schlägerkopfweges bilden linker Arm und Schlägerschaft eine Linie, ist also das linke Handgelenk gestreckt. Getroffen wird der Ball kurz vor dieser Stellung, wenn also der Winkel zwischen Arm und Schaft noch leicht gebeugt ist. Wenn jetzt aber die linke Schulter sich vor dem tiefsten Punkt befindet, dann zeigt der linke Arm nicht direkt nach unten sondern leicht nach hinten, also nach rechts. Oder der Arm zeigt nach unten, aber dann zeigt der Schlägerschaft zu weit nach rechts. Und das bedeutet beides: Der Schlägerkopf trifft viel zu steil von oben auf den Ball. Das Schlägerblatt steht dann entsprechend steiler und der Schlägerkopf gräbt sich viel zu tief in den Boden und kommt erst viel weiter rechts wieder nach oben heraus. Um das auszugleichen, müsste der Schläger von den Händen weiter nach vorne gedrückt werden, so dass die linke Hand dorsal zum Ziel hin gebeugt werden würde. Und zusätzlich müssten die Ellbogen gebeugt werden oder die Knie gestreckt, die Schultern hochgezogen, damit der Schlägerkopf nicht ganz im Boden hängenbleibt. Und mit all dem ist der Schlag definitiv schwach und krumm, also verdorben.

Wenn die Körpermasse vor dem Treffen des Balles zum Ziel wandert, befindet sie sich vor dem Ball. Und so können Beine und Rumpf nicht so viel zur Beschleunigung des Schlägerkopfes beitragen. Das geht nämlich am besten, wenn sie nicht am Schläger ziehen müssen sondern zum Ziel drücken können, wenn also Arme und Schläger unter der Masse nach vorne durchschwingen und die Masse selber sich dabei sogar etwas in die Gegenrichtung bewegt, also zumindest stabilisiert wird. Nur dadurch nämlich können Masse, Beine und Rumpf auch die zentralen Haltekräfte (zentripetal) erzeugen, die für die ominöse Zentrifugalkraft sorgt, welche entscheidend zur Schlägerkopf-Beschleunigung beiträgt. Und dies alles geschieht eben, wenn der Angelpunkt der Drehbewegung zwischen den Schulterblättern stabil gehalten wird.

Man stelle sich vor, Kirchtürme würden beim Schwingen der Glocken nur ein klein wenig nachgeben: Die Wucht der Glockenmassen würden die Türme ganz schnell zum Umfallen bringen. Also: Ohne eine hochstabile Achse, um welche Arme und Schultern gedreht werden, kann der Schläger nicht hochschnell zum Ball gedrückt werden. Und für dieses Verhalten ist wiederum das Stillhalten des Kopfes höchst hilfreich. Wenn die Körpermasse beim Könner überhaupt auf das linke Bein wandert, also über dessen Fuß, dann erst lange nach dem Treffmoment. Dann darf der Körper der Wucht des Schlägers gerne nachgeben und sich von ihr in Richtung Ziel ziehen lassen. 

 

 Der Körperschwerpunkt ist auch im Finish noch zwischen den Füßen.

 

Kurz: Golfschüler dazu anzuhalten, die Körpermasse während des Schlages recht tüchtig hin und her zu schieben, Kopf und Schultern hin und her zu bewegen und den Rumpf vom Ziel weg und wieder hin zu neigen, ist eine Todsünde. Und sie begünstigt einige andere Fehler. Zunächst aber zur schlimmsten aller Golfunterrichts-Sünden.

13.08.2020

5. Todsünde im Golfunterricht – Kopfstillhalten verwerfen

Thomas Zacharias ©

Nach 100 Jahren Kopfstillhalten sind die Golflehrer dieser Welt Anfang des Jahrtausends plötzlich zu dem Schluss gekommen, dass dieses Vorgehen ein technischer Fehler ist und oben drein zu Beschwerden und Verletzungen im Bereich der Schultern und Halswirbel führt. So haben sie auch noch das Einzigrichtige an der traditionellen Golfschlag-Didaktik verplempert. Denn:

Das Stillhalten ist technisch notwendig und führt keineswegs zu Fehlbelastungen der Anatomie. Das Fehlerhafte und Schädliche ist allein das KRAMPFHAFTE.

Verhält man sich locker und führt die Schlagbewegung geschmeidig aus, so kann die Nase problemlos nach unten zeigen, bis sie von der rechten Schulter ins Finish mitgenommen wird. Dabei kommt es zu keinerlei unnatürlicher Haltung oder Verrenkung.

Eilt man mit Blick und Gesicht aber dem Schlag voraus und dem Finish entgegen, um nur ja nicht das Bild zu verpassen, wie der Ball im Teich versinkt, so vergrößert sich der Abstand der linken Schulter zum Ball, die Orientierung geht verloren und es entstehen Fehltreffer und Scheinkorrekturen. Das ist kein Mythos sondern knallharte, schmerzliche Alltags-Realität!

Das Freigeben der Kopfstille erlaubt es der rechten Schulter auch, sich nach vorn-links zu bewegen, so dass die Brust sich zum Ziel hin öffnet und der Schlägerkopf sich vom Körper entfernt: Fürchterliche Sockets drohen! Und damit unzählige erfolglose Korrekturversuche.

Es hängt aber technisch noch viel mehr am Stillhalten des Kopfes. Im Kopf sitzen ja das Zentrum unserer körperlichen Selbstwahrnehmung und der Gleichgewichtssinn. Und da es beim Golfschlag darum geht, den Körper still im Gleichgewicht und in einer bestimmten Position zu halten, ist es sinnvoll, beim Kopf damit anzufangen. Man nehme sich zum Vorbild die Balletttänzer, die bei ihren Pirouetten so lange wie möglich einen bestimmten Punkt in der Umgebung fixieren, während der Körper immer weiter dreht, bis sie den Kopf ganz schnell hinterherdrehen, um so bald wie möglich wieder jenen ausgewählten Punkt fixieren zu können.

Wie beim Golfschlag kommt auch hier ein biomechanischer Aspekt zur Geltung, der von der Fachwelt überhaupt noch nicht erkannt worden ist. Nämlich wie der Körper innere Drehkräfte generiert, indem er Körperteile gegeneinander bewegt, also in entgegengesetzte Richtungen. So wird die Schultergürtel-Drehung gerade dadurch kraftvoller, dass Kopf und Wirbelsäule stillgehalten werden, also eigentlich gegen die Schwungrichtung bewegt werden. Da wirken Kräfte, die den Körper innerlich verwringen und von denen niemand etwas merkt. Schon gar nicht bei all dem, was das Bewusstsein beim Golfen sonst noch zu verarbeiten und zu bewältigen hat.

 

Beim Ausholen darf der Kopf sich etwas nach rechts verschieben. Beim Durchschwung aber und bis ins Finish muss er an seinem Platz bleiben.

 

Was dem Bewegungsapparat schadet, sind voll angespannte Muskeln, welche die (in lockerem Zustand) durchaus vorhandene Beweglichkeit dermaßen einschränken, dass Wirbel, Bandscheiben und Stützgewebe (Bänder und Sehnen) überlastet werden und fast zwangsläufig Schaden nehmen.

Muskeln die immer wieder technisch falsch anspannt werden, verspannen und verhärten mit der Zeit. Und dadurch erst wird die Wirkung ihres Fehlverhaltens immer schädlicher. Es kommt zu scheinbar traumatischen, in Wirklichkeit aber chronisch bedingten Verletzungen.

Die Prävention darf nun nicht darin bestehen, dem Kopf technisch falsche Bewegungen zu erlauben oder gar falsche Anweisungen zu geben. Sie muss darin bestehen, langsame, mühelose, fließende Bewegungen zu lehren. Und zwar technisch richtige.

Dann aber (und nun kommt ’s) weiß der Schüler nicht mehr, wie er den Schlägerkopf wunschgemäß beschleunigen soll. Die tüchtige, schnelle Rumpf- und Schulterdrehung ist ja leider die einzige Kraftquelle die er kennt, solange er nichts vom „Richtigen Schlagen“ weiß, also vom richtigen Umgang der Hände mit dem Schläger. Hat er diesen (siehe Todsünde 7) aber erst einmal gelernt, so ist der Golfschlag kein krankmachender Ganzkörper-Kraftakt mehr, sondern ein gesundes, ja Gesundheit bringendes Spiel mit den natürlichen Teilkräften seines Bewegungsapparates.

10.08.2020

4. Todsünde im Golfunterricht –Taktik vor Technik

Thomas Zacharias ©

Golflehrer verstehen viel von Taktik und Platzstrategie. Diese zwei Aspekte des Golfspiels nützen aber nur den Spielern, die einigermaßen zuverlässig auch den Schlag machen, den sie sich vorgenommen haben. Dies können aber leider die 95% Hobbygolfer nicht von sich behaupten. Ihnen gelingt nur jeder dritte, oder vierte oder gar fünfte Schlag so wie erhofft. Und da ist es mit der Taktik und der Strategie meist schon nach dem ersten Abschlag Essig. Diese Armen Sportskameraden müssen lernen, mit ihren schlechten Schlägen zu rechnen und das entsprechende Risiko einzuplanen. Anstatt dessen rechnet jeder Amateur meistens damit, dass ihm der nächste Schlag gelingt, auch wenn noch so viele Erfahrungen dagegen sprechen.

Der fromme Wunsch jedenfalls, seine Schützlinge durch schlaue Ratschläge für das Spiel auf der Runde zu beglücken ist insofern eine Todsünde, als solche Anleitung direkt davon ablenkt, gute Schläge zu machen. Zumal wenn man gar nicht weiß, wie das geht.

Gutes Golfspiel entsteht automatisch, wenn man viele gute Schläge macht. Auch wenn man sich taktisch zuweilen falsch verhält. Ein guter Schlag kann nicht zu gut sein. Höchstens zu kurz oder zu lang, weil man den falschen Schläger gewählt hat.

Was den Score ruiniert und den Ärger fördert, sind die vielen schlechten Schläge, die man auf der Runde macht. Und darum, diese zu überwinden, geht es beim seriösen Golfunterricht:

Lerne richtig schlagen, und du kannst schon mal mindestens passabel golfen, wirst also ein sicherer Bogeygolfer. Aber wie soll das gehen, wenn dir der Golfschlag völlig falsch beigebracht worden ist? Wenn dadurch gute Schläge völlig unmöglich gemacht worden sind?! Schauen wir uns also die Todsünden an, mit denen vernünftiges Golfen zum Scheitern gebracht wird.


Manch durchaus angesehener Golflehrer behauptet im Ernst, dass der gute Golfschlag ausschließlich davon abhängt, dass das Set-Up stimmt, also Griff und Aufstellung/Ausrichtung. Sie schließen von sich auf alle anderen, weil sie unbewusst alles andere richtig machen, und weil sie nicht dieses Mindestmaß an Fantasie haben sich vorzustellen, dass es Menschen gibt, die weit mehr Anleitung brauchen, bis sie zum ersten Mal einen Golfball sauber treffen.

Das Set-Up ist natürlich grundlegend. Ist es falsch, geht vieles andere auch daneben. Aber man kann auch mit mangelhaftem Set-Up gut Golf spielen, wenn man nur die wirklich entscheidenden Bewegungen richtig macht und die wirklich falschen Bewegungen weglässt. Darum geht es bei den weiteren Todsünden.

03.08.2020

3. Todsünde: Die Rolle des Talents Kleinreden

Thomas Zacharias ©

Talent ist das Entwicklungs-Potential das wir von Geburt an, also genetisch bedingt, mitbringen. Das Entscheidende am Talent sind seine Grenzen. Und Grenze ist die Linie, die man nicht überschreiten kann, so sehr man es auch will, wie sehr man sich auch anstrengt.

Es geht beim Üben, Lernen und Trainieren also nicht darum, seine Grenzen zu erweitern oder zu überschreiten, sondern innerhalb der eigenen, unveränderbaren, unüberwindbaren Grenzen die angeborenen Möglichkeiten zu fordern, zu fördern und zu erschließen, zur vollen Blüte zu bringen – sozusagen.

Das Motto, „Du kannst alles erreichen – Du musst es nur wollen“ führt den Menschen also vollkommen in die Irre. Spätestens wenn er seine angeborenen Grenzen erreicht hat. So fängt jeder Mensch das Golfen mit der Hoffnung an, sehr bald ein zumindest passabler Spieler zu werden. Und dann stellen die meisten Menschen fest, dass diese Hoffnung sich nicht erfüllen will. Dies ist aber noch lange kein Grund zur Verzweiflung, denn es kann ja durchaus sein, dass da ein Knoten ist, der zum Platzen gebracht werden muss, damit alles doch noch gut wird. Und diese Hoffnung möchte ich unterstützen. Das bedeutet natürlich, dass bis dato etwas schief gelaufen ist, dass eben bisher nicht vermittelt wurde, was es zu erlernen gilt.

Also: Das Talent hängt nicht vom Willen ab. Im Gegenteil: Es ist genau umgekehrt. Talent drängt sich auf, setzt sich durch, will sich entfalten. Wenn das nicht klappt, dann liegt ‘s daran, dass es von außen fehlgeleitet wird. Und das ist das Schicksal aller Opfer normalen Golfunterrichts. Es sei denn – natürlich - man hat gar kein Talent.